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Tinnitus
Tinnitus ist ein Symptom einer veränderten oder gestörten Hörwahrnehmung. Liegt eine Schädigung in irgendeiner Station der Hörbahnen vor, resultiert hieraus immer auch eine Veränderung der Hörwahrnehmung. In der Regel entsteht in der Folge ein Tinnitus. Krankheitswert und Krankheitsbedeutung entstehen durch das Leiden am Tinnitus.
Nach aktuellen Erhebungen haben 25% aller Deutschen bereits einmal einen Tinnitus erlebt, 13% über einen längeren Zeitraum. 2% sind durch die Ohrgeräusche erheblich belastet.
Ein Tinnitus kann die unterschiedlichsten Ursachen haben:
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Entstehung im Außen- oder Mittelohr, Entstehung in der Schnecke des Innenohres (cochleärer Tinnitus),
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Entstehung in den in Richtung Gehirn ziehenden Bahnen (retrocochleärer Tinnitus),
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Entstehung im Gehirn selbst (zentraler oder cortikaler Tinnitus),
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vaskuläre Ursachen, Turbulenzen der kopfnahen Blutgefäße (pulsierende Strömungsgeräusche, z. B. arterielle Stenosen, Glomustumor, intrakranielles Aneurysma, generalisierte Zerebralsklerose),
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Kiefergelenkserkrankungen,
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Halswirbelsäulenerkrankungen,
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Funktionsstörungen von Gaumensegelmuskeln (M. tensor veli palatini, M. levator veli palatini, Mittelohrmuskel) können als Klicken zu hören sein. Sie sind mikroskopisch am Trommelfell zu sehen oder lassen sich durch Änderungen im Tympanogramm sichtbar machen,
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Nebenwirkungen von Medikamenten wie Acetylsalicylsäure (ASS), Diuretika, Aminoglykoside, Chinin, trizyklische Antidepressiva (Saroten, Anafranil, Imipramin), bei Betablockern, orale Kontrazeptiva und Chemotherapeutika,
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Genuss- und Rauschmittel,
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entzündliche Erkrankungen (Herpes Zoster, Borreliose, Mumps, Meningitis),
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internistische Erkrankungen (Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, vaskuläre Störungen),
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Autoimmunerkrankungen (Lupus erythematodes, Morbus Wegener, Cogan-Syndrom, Polyarteriitis nodosa, Behcet-Syndrom),
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hereditäre Schwerhörigkeiten (Alport-Syndrom, Pendred-Syndrom).
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Als Klicken oder Schmatzen imponierende Ohrgeräusche können durch die Tubenöffnung entstehen.
Die überwiegende Mehrzahl der Tinnitusformen wird unter dem Begriff „Subjektiv“ zusammengefasst, sie sind von außen nicht zu hören und auch sonst nicht nachweisbar. Die Ohrgeräusche liegen nicht mehr als 5-10 dB über der Hörschwelle.
Unterschieden wird weiterhin zwischen
- Tinnitus mit und ohne Hörverlust,
- akutem Tinnitus und chronischem Tinnitus sowie
- kompensiertem Tinnitus und dekompensiertem Tinnitus.
In der Therapie werden u. a. eingesetzt:
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innitusretraining,
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kognitive Umstrukturierung,
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kombinierte Habituationstherapien,
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Neurootologische-psychosomatische Tinnitustherapien,
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Tinnitusmasker,
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Hörgeräte,
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Medikamentöse Therapien (Ginkgo biloba, Zyclandelat,
Arlevert, Psychopharmaka, Neurohormone, Nootropika,
Fibrinogenapherese, Zink, Caroverin, Gabarezeptoragonisten),
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hyperbare Sauerstofftherapie,
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transkranielle Magnetstimulationen,
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epidurale Elektrostimulation,
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Homöopathie,
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Akupunktur,
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Entspannungsverfahren wie autogenes Training, progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Biofeedback,
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Bewegungsverfahren,
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Lasertherapie,
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Iontophorese.
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