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Kardiologie

In der modernen Kardiologie werden

  • Herz- und Kreislauf auf Erkrankung untersucht, wobei neben EKG und Belastungs-Test auch modernste Ultraschallverfahren mit Flussmessungen eingesetzt werden.

  • Bei Infarkt oder Infraktgefahr werden diagnostische Herzkatheteruntersuchungen und evtl. Gefäßaufdehnungen (PTCA) bei verengten Blutgefäßen einschließlich der Implantation von Gefäßstützen (Stents) vorgenommen, Etwa 10% der erkrankten Patienten werden zur Operation einem Herzchirurgen vorgestellt

  • Des weiteren: Alkoholablationen bei hypertrophen Kardiomyopathien (TASH), Ballonsprengungen von verengten Herzklappen und Verschlüsse einer offenen Vorhoftrennwand (PFO/ASD),

  • die invasive Testung auf Herzrhythmusstörungen (EPU), deren Verödung (Ablation), die Implantation von Herzschrittmachersystemen und von implantierbaren Defibrillatoren (ICD).

  • Kardiale Resynchronisationstherapie bei Herzinsuffizienz (Spezial-Schrittmacher)

  • Diagnostik bei Anfällen von Bewusstlosigkeit (Synkope)

Wiedereröffnung der Koronararterien bei akutem Infarkt oder drohendem Infarkt
Ziel ist, den Blutfluss im hochgradig eingeengten bzw. verschlossenen Herzkranzgefäß so rasch wie möglich wieder zu normalisieren. Die besten Akut- und Langzeitergebnisse werden erreicht, wenn das betroffene Gefäß ohne Zeitverlust mechanisch aufgedehnt wird. Es kann gleichzeitig eine Gefäßstütze, ein so genannter Stent, implantiert werden. Neuere Stents sind mit Medikamenten beschichtet, die eine bessere Einheilung ohne Narbe ermöglichen und bei ca 50% der Patienten sinnvoll sind.

Die Elektrophysiologie befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von schnellen (tachykarden) und langsamen (bradykarden) Herzrhythmusstörungen.

  • Tachykarde Herzrhythmusstörungen haben ihren Ursprung häufig in den Herzvorhöfen, zB AV-Knoten-Reentry-Tachykardien, Tachykardien bei akzessorischer Leitungsbahn (WPW-Syndrom), atriale Tachykardien, Vorhofflattern und Vorhofflimmern.
    Bei komplexen Herzrhythmusstörungen kann mit CT-gestützter dreidimensionaler Bildgebung und elektroanatomischem Mapping der Ursprung der Tachykardie lokalisiert werden. 

  • Vorhofflimmern wird, wenn sehr hartnäckig und störend, gewebeschonend mit Kälteenergie (Cryoablation) behandelt

  • Tachykarde Herzrhythmusstörungen aus der Herzkammer treten häufig bei eingeschränkter Herzpumpfunktion nach einem Herzinfarkt (Ischämische Kardiomyopathie) oder nach einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis, Dilatative Kardiomyopathie) auf. Bei erhöhtem Risiko für einen plötzlichen Herztod kann ein Kardioverter/Defibrillator (ICD) implantiert werden. Bei zusätzlich bestehender Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann eine zusätzliche Elektrode im Koronarvenensinus zu einer Verbesserung der Herzpumpleistung führen (biventrikulärer ICD, kardiale Resynchronisationstherapie).

  • Bradykarde Herzrhythmusstörungen treten alters- und anlagebedingt, oder gelegentlich im Rahmen einer koronaren Herzerkrankung oder nach Myokarditis auf. Sie können zu anfallsweisem Bewusstseinsverlust (Synkope) führen. Hier kann ein kleiner Einkammer- oder Zweikammer-Herzschrittmacher die Lebensqualität normalisieren.

Bei unklaren Synkopen kann ein Gerät von der Größe eines Memory-Sticks unter die Haut implantiert werden. Über den aufgezeichneten Herzrhythmus kann so die Ursache der Synkope diagnostiziert werden und eine spezifische Therapie eingeleitet werden.

Die Echokardiographie ist das in der Kardiologie am häufigsten angewandte bildgebende Verfahren. Mit Ultraschallwellen können sowohl die Gestalt als auch die Funktion von Herzstrukturen beurteilt werden.

Das Verfahren wird bei praktisch allen Herz- und Kreislauferkrankungen eingesetzt und ist für den Patienten nicht belastend. Eine solche Untersuchung dauert 10-30 min und erfordert keine spezielle Vorbereitung. Beurteilt wird die Qualität der Herzfunktion und der Herzklappen – gelegentlich auch unter Belastungsbedingungen (Stressecho)
Bei besonderen Fragestellungen verwendet der Arzt eine in die Speiseröhre eingeführte Sonde (transösophageale Echokardiographie – TEE bzw. „Schluckecho“) 

  • Bei der transösophagealen Echokardiographie (TEE) werden über einen dünnen Schlauch von der Speiseröhre aus Ultraschallbilder des Herzens gewonnen. Durch fehlende Lungen- und Knochenüberlagerung sind diese Bilder besonders hochauflösend und bei einigen Erkrankungen aussagekräftiger als die konventionelle Echokardiographie.

  • Bei der Stress-Echokardiographie wird der Patient während einer echokardiographischen Untersuchung belastet (Fahrrad im Liegen) oder erhält ein Medikament, das Pulsrate und Blutdruck steigert. Es handelt sich um eine Belastungsuntersuchung nach dem gleichen Prinzip wie das des Belastungs-EKGs. Die Untersuchung ist jedoch bei guter Schallqualität aussagekräftiger.

  • Bei der Gewebedoppler-Echokardiographie werden Geschwindigkeit und Verformung von Herzmuskelgewebe verfolgt und man kann Erkrankungen des Herzmuskels z.T. früher und zuverlässiger nachweisen als bei der herkömmlichen Echokardiographie.

  • Bei der Kontrast-Echokardiographie wird ein Kontrastmittel über die Vene gespritzt, das Herzstrukturen besser sichtbar macht. Echo-Kontrastmittel enthalten kein Jod und sind auch bei Nierenfunktionseinschränkung anwendbar.

  • Die dreidimensionale Echokardiographie spielt derzeit keine bedeutsame Rolle. Es können hiermit Herzhöhlen zur Volumenbestimmungen und Klappeneindrucksvoll dargestellt werden.

Bei der „Herzinsuffizienz“ handelt es sich um eine Pumpschwäche des Herzens. Dadurch werden die Organe nicht mit genügend Sauerstoff versorgt. Anfänglich ist hauptsächlich die Muskulatur betroffen und Beschwerden wie Luftnot, Müdigkeit oder Leistungsminderung treten nur bei stärkerer Belastung auf.
Im Verlauf der Erkrankung können Beschwerden aber schon bei Alltagstätigkeiten oder in Ruhe auftreten und damit die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Ursächlich für die Herzinsuffizienz ist häufig eine Erkrankung des Herzmuskels mit eingeschränkter Herzpumpleistung oder ein Herzklappenfehler. Herzmuskelschwäche kann nach einem Herzinfarkt , nach einem verschleppten grippalen Infekt (Herzmuskelentzündung) oder durch langjährig hohen Blutdruck auftreten.

Eine medikamentöse Therapie zur Entlastung des Herzens ist in jedem Fall erforderlich. Hier werden ACE-Hemmer und Betablocker eingesetzt. Wassertabletten (Diuretika) helfen dem Herzen die Flüssigkeit über die Nieren auszuscheiden.

Bei hochgradig eingeschränkter Herzpumpfunktion besteht das Risiko für bösartige Herzrhythmusstörungen einschließlich plötzlichen Herztod. Dagegen ist eine medikamentöse Therapie häufig wirkungslos, so dass ein spezieller Herzschrittmacher (Implantierbarer Defibrillator, ICD) eingesetzt werden muss.
Manche Patienten profitieren von einer getrennten Stimulation der rechten und linken Herzkammer (kardiale Resynchronisation mit biventrikulärer Stimulation).

Für eine Analyse ist unser Experte im Kardiologie Fachgebiet mit dem besonderen Spezialgebiet Koronargefäßaufweitungen mit Ballon, Stent und alternativen Verfahren; Herzkranzgefäßaufweitung statt Bypassoperation bei komplexen Gefäßverengungen und alten Gefäßverschlüssen; Herz-Bypassoperation – zweite Meinung; Herzinfarkt- und Infarktfolgen jederzeit für Sie erreichbar:

Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart

Prof. Dr. Nicolaus J. Reifart
 
Spezialgebiet:
Kardiologie - Koronare Herzkrankheit, Schwerpunkt Koronargefäßaufweitungen mit Ballon, Stent und alternativen Verfahren; Herzkranzgefäßaufweitung statt Bypassoperation bei komplexen Gefäßverengungen und alten Gefäßverschlüssen; Herz-Bypassoperation – zweite Meinung; Herzinfarkt- und Infarktfolgen
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