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Infektiöse Mononukleose Die infektiöse Mononukleose ist klinisch definiert als Erkrankung mit Fieber, Lymphknotenvergrößerung und Pharyngotonsillitis und muß von der bakteriellen Pharyngotonsillitis oder dem Peritonsillarabszeß abgegrenzt werden. Diese Übersichtsarbeit präsentiert das empfohlene diagnostische und therapeutische Vorgehen und gibt Empfehlungen für die Wiederaufnahme körperlicher und sportlicher Aktivitäten nach überstandener Krankheit.
Die infektiöse Mononukleose (IM) ist eine klinisch definierte Erkrankung mit der typischen Symptomtrias Fieber, Lymphknotenvergrößerung und Pharyngotonsillitis [4, 7, 8, 9, 16, 19, 24]. Sie tritt klassischerweise im Schul- und jungen Erwachsenenalter auf und wird hauptsächlich durch das Herpesvirus Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht. Differentialdiagnostisch ist unter anderem an eine Streptokokken-Pharyngotonsillitis oder bei deutlich seitendifferentem Befund auch an einen Peritonsillarabszeß zu denken. Seltenere Differentialdiagnosen sind eine Infektion mit Zytomegalievirus, Toxoplasmose, Röteln, Infektionen mit Adenoviren, Humanes Herpesvirus 6 (HHV 6), HIV.
Dieses Krankheitssyndrom wurde bereits vor über 100 Jahren von Emil Pfeiffer (1846-1921) beschrieben (Pfeiffersches Drüsenfieber). Die B-Lymphotropie bedingt die systemische Beteiligung des lymphatischen Systems, wodurch die IM sich deutlich von der lokalen Infektion der Tonsillenregion bei der bakteriellen Pharyngotonsillitis unterscheidet. Die Beteiligung des lymphatischen Systems zeigt sich auch im Nasenrachen, wo in über 90% die klassischen klinischen oropharyngealen Zeichen der infektiösen Mononukleose zu finden sind: Vermehrung des lymphatischen Gewebes mit fibrinöser Oberfläche [27]. Dies führt klinisch in vielen Fällen zu einer Nasenatmungsbehinderung und einer vermehrten Nasensekretion. Aufgrund der vorherrschenden starken Schluckbeschwerden werden diese nasalen Symptome meist nicht ausreichend beachtet. Bei der bakteriellen Pharyngotonsillitis ist der Nasopharynx nicht mitbetroffen..... weiterlesen.
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